16.06.2025

Der Generationenwechsel ist ein Thema, das viele Familien beschäftigt – und oft auch belastet. Ihre Eltern oder Großeltern besitzen ein Haus oder Immobilienvermögen, das sie an Sie und Ihre Geschwister weitergeben möchten. Doch die Realität sieht oft so aus: Die Freibeträge für Schenkungen und Erbschaften reichen nicht aus, und hohe Steuerlasten drohen. Gleichzeitig möchten Ihre Eltern in ihrem Zuhause bleiben und benötigen vielleicht zusätzliches Einkommen, um ihren Alltag oder Pflegekosten zu finanzieren.
Das führt nicht selten zu Spannungen innerhalb der Familie: Wer bekommt was? Wie wird das Vermögen aufgeteilt? Und wie kann man verhindern, dass das Finanzamt einen großen Teil des Erbes abschöpft?
Die Lösung: Leibrente in der Familie. Diese Gestaltungsoption bietet eine Möglichkeit, Immobilienvermögen zu übertragen, ohne dass die Eltern aus ihrem Zuhause ausziehen müssen – und ohne, dass hohe Steuerlasten entstehen. Es ist eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten. In diesem Artikel werfen wir einen Blick darauf, wie die Leibrente in der Familie funktioniert und warum sie eine geeignete Alternative zur klassischen Schenkung oder Erbschaft sein kann.
In diesem Artikel informieren wir Sie über
Die Freibeträge für Schenkungen und Erbschaften sind begrenzt. Für Kinder liegt der Freibetrag bei 400.000 Euro pro Elternteil, für Enkelkinder bei 20.000 Euro, wenn die Eltern noch leben. Alles, was über diese Beträge hinausgeht, wird mit Schenkungs- oder Erbschaftsteuer belastet – und die Steuersätze können je nach Höhe des Vermögens zwischen 7 % und 30 % liegen.
Ihre Eltern besitzen ein Haus im Wert von 1.200.000 Euro. Sie möchten es an Sie und Ihre Geschwister übertragen.
Das bedeutet, dass ein signifikanter Teil des Vermögens an das Finanzamt geht – Geld, das in der Familie verbleiben könnte.
Die Leibrente in der Familie ist eine Möglichkeit, Immobilienvermögen zu übertragen, ohne dass hohe Steuerlasten entstehen. Dabei verkaufen die Eltern die Immobilie an ihre Kinder – und sichern sich gleichzeitig ein lebenslanges Wohnrecht sowie eine monatliche Rente. Das Besondere: Das Haus bleibt in der Familie, und die Eltern behalten die Kontrolle über ihr Zuhause.
Die Eltern verkaufen das Haus an ihre Kinder oder ein anderes Familienmitglied. Der Kaufpreis wird vertraglich festgelegt und orientiert sich am Verkehrswert der Immobilie.
Die Eltern behalten das Recht, in der Immobilie zu wohnen. Dieses Wohnrecht wird im Grundbuch eingetragen und schützt sie rechtlich.
Anstatt den Kaufpreis sofort zu zahlen, erhalten die Kinder die Immobilie gegen eine monatliche Leibrente. Diese Zahlung sorgt für die finanzielle Absicherung der Eltern.
Die Leibrente kann individuell gestaltet werden – z. B. als reine monatliche Zahlung, als Kombination aus Einmalzahlung und Rente oder mit einer Tilgung des Kaufpreises über die Jahre.
Immobilienvermögen sichern: Die Kinder erwerben die Immobilie und können sie später selbst nutzen, vermieten oder weitervererben. Steuerliche Vorteile: Wenn die Immobilie später vermietet wird, können Abschreibungen und andere Kosten steuerlich geltend gemacht werden.
Die Eltern besitzen ein Haus im Wert von 1.000.000 Euro. Sie möchten es an ihr Kind übertragen, aber gleichzeitig darin wohnen bleiben und eine zusätzliche Einkommensquelle haben.
Ohne Leibrente:
Mit Leibrente:
Damit die Leibrente in der Familie reibungslos funktioniert, gibt es einige wichtige Punkte zu beachten:
Der Kaufpreis sollte dem Verkehrswert der Immobilie entsprechen. Ein zu niedriger Kaufpreis könnte vom Finanzamt als Schenkung gewertet werden.
Der Verkauf und die Leibrente müssen klar und rechtssicher vertraglich geregelt sein. Dazu gehört auch die Eintragung des Wohnrechts oder Nießbrauchrechts im Grundbuch.
Eine fundierte steuerliche Beratung ist entscheidend, um Gestaltungsspielräume zu nutzen und Risiken zu vermeiden.
Das Wohnrecht oder Nießbrauchrecht sollte im ersten Rang des Grundbuchs eingetragen werden, um die Eltern im Falle einer Zwangsversteigerung abzusichern.
Die Leibrente in der Familie bietet eine Lösung, die alle Interessen berücksichtigt: Die Eltern können in ihrem gewohnten Zuhause bleiben und erhalten eine finanzielle Absicherung. Die Kinder können das Immobilienvermögen übernehmen, ohne dass hohe Steuerlasten entstehen. Gleichzeitig schafft die Leibrente klare Verhältnisse und verhindert Streitigkeiten innerhalb der Familie.
Für die Eltern:
Für die Kinder:
Der Generationenwechsel ist eine Herausforderung, die viele Familien betrifft. Mit der Leibrente in der Familie haben Sie ein Instrument zur Hand, das sowohl die finanziellen als auch die emotionalen Interessen aller Beteiligten berücksichtigt.
Sie haben Fragen oder möchten wissen, wie die Leibrente in Ihrer Familie umgesetzt werden kann? Sprechen Sie uns an – wir unterstützen Sie gerne bei der individuellen Gestaltung.


